WordPress: wp_set_object_terms und zwei Kuriositäten aus der Praxis
WordPress bietet für die programmatische Zuweisung von Taxonomien zu einem Post — etwa einem Bild — eine praktische Funktion:
So hilfreich sie ist, so hat sie doch ein paar Tücken.
Zum einen prüft die Funktion nicht, ob zwischen dem Post und dem Term bereits eine Relation besteht. Das ist bekannt und wird auch in der WordPress‑Entwicklerdokumentation beschrieben.
In der Praxis gibt es jedoch zwei weitere Kuriositäten, über die man leicht stolpert.
1. Mehrere Terms nacheinander setzen? Vorsicht.
Wenn man versucht, mehrere Terms nacheinander einzeln zuzuweisen — also nicht als Array, sondern in mehreren Funktionsaufrufen — landet am Ende nur eine einzige Relation in der Datenbank.
Hat man drei Terms, verschwinden zwei davon einfach.
Lösung
Alle Terms in ein Array packen und dieses Array an wp_set_object_terms() übergeben.
Nur dann werden alle Relationen korrekt berücksichtigt.
2. Typisierung der Term‑IDs ist entscheidend
Ein weiteres Problem betrifft die Typisierung der übergebenen Werte.
Wenn man Term‑IDs nicht explizit typisiert, kann es passieren, dass WordPress einige Werte als Strings interpretiert — mit entsprechend unerwarteten Ergebnissen.
Beispiel
(int)$term_id
oder beim Befüllen eines Arrays:
array_push($term_ids, (int)$term_id);
Ohne diese Typisierung kann WordPress intern durcheinanderkommen, weil nicht sauber geprüft wird, was tatsächlich in $term_id steckt.
Fazit
Mit diesen beiden Vorsichtsmaßnahmen — Terms immer als Array übergeben und IDs sauber typisieren — verhält sich wp_set_object_terms() so, wie man es erwarten würde.
Dass WordPress an dieser Stelle so wenig prüft, ist allerdings bemerkenswert.
Vielleicht ergibt sich irgendwann die Gelegenheit, auszuprobieren, was passiert, wenn man der Funktion bewusst „unsaubere“ Strings übergibt…
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