Kategorie: WordPress

  • WordPress gehackt: Befallene Installation bereinigen — ein Praxisfall

    Eine WordPress‑Installation, die gestern noch normal lief, ist plötzlich komplett tot – weder Frontend noch Backend reagieren. Nach der ersten Wiederherstellung zeigt sich schnell, dass das Backend zwar wieder erreichbar ist, das Frontend jedoch weiterhin ausfällt. Ein Blick per FTP bringt die eigentliche Ursache ans Licht: Die Seite ist kompromittiert. Die Art der Infektion sorgt für massive Systemlast, selbstreparierende Core‑Dateien und ein Root‑Verzeichnis, das sich nicht mehr bereinigen lässt. Besonders heikel: Das Ganze läuft auf einem klassischen Webspace ohne SSH‑Zugriff, also ohne jede Möglichkeit, tiefer in das System einzugreifen.

    Parallel dazu berichtet Golem über aufgekaufte WordPress‑Plugins, die gezielt mit Backdoors versehen wurden. Cloudflare wiederum bewirbt sein neues EmDash‑System als robustere Alternative. Doch was bedeutet das alles in der Praxis – und was lässt sich aus dieser Melange wirklich lernen?

    (mehr …)
  • WordPress Plugins: Warum schlechte Auswahl deine Installation ruiniert

    WordPress (und auch andere CMS) sind verlockend: Schnell installiert, schnell mit Plugins erweitert und schnell online im Netz. Es ist aber leider etwas mehr als ein Pippi Langstrumpf Abenteuer bei dem 3×3 = 6 ergibt…

    (mehr …)
  • WordPress Performance: Warum zu viele Plugins deine Seite ausbremsen

    WordPress erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit – trotz oder vielleicht gerade wegen seines Alters. Heute wird damit fast alles gebaut: vom persönlichen Blog über Vereinsseiten bis hin zu ausgewachsenen Shopsystemen. Ursprünglich war WordPress aber eine reine Blogsoftware. Viele WordPress‑Seiten werden langsam, weil zu viele Plugins geladen werden – oft ohne dass Betreiber es merken. Oft entstehen Performance‑Probleme dabei nicht durch ein einzelnes Plugin, sondern durch Plugin‑Konflikte – besonders wenn mehrere Erweiterungen dieselben Hooks nutzen.

    Aber viele kennen es: Etliches ist eben nur mit zusätzlichen Plugins möglich.
    Und genau da beginnt das Problem: Nur weil man kann, heißt das nicht, dass man sollte.

    (mehr …)
  • WordPress Posts und Taxonomies

    WordPress: wp_set_object_terms und zwei Kuriositäten aus der Praxis

    WordPress bietet für die programmatische Zuweisung von Taxonomien zu einem Post — etwa einem Bild — eine praktische Funktion:

    wp_set_object_terms()

    So hilfreich sie ist, so hat sie doch ein paar Tücken.
    Zum einen prüft die Funktion nicht, ob zwischen dem Post und dem Term bereits eine Relation besteht. Das ist bekannt und wird auch in der WordPress‑Entwicklerdokumentation beschrieben.

    In der Praxis gibt es jedoch zwei weitere Kuriositäten, über die man leicht stolpert.

    1. Mehrere Terms nacheinander setzen? Vorsicht.

    Wenn man versucht, mehrere Terms nacheinander einzeln zuzuweisen — also nicht als Array, sondern in mehreren Funktionsaufrufen — landet am Ende nur eine einzige Relation in der Datenbank.
    Hat man drei Terms, verschwinden zwei davon einfach.

    Lösung


    Alle Terms in ein Array packen und dieses Array an wp_set_object_terms() übergeben.
    Nur dann werden alle Relationen korrekt berücksichtigt.

    2. Typisierung der Term‑IDs ist entscheidend

    Ein weiteres Problem betrifft die Typisierung der übergebenen Werte.
    Wenn man Term‑IDs nicht explizit typisiert, kann es passieren, dass WordPress einige Werte als Strings interpretiert — mit entsprechend unerwarteten Ergebnissen.

    Beispiel

    (int)$term_id

    oder beim Befüllen eines Arrays:

    array_push($term_ids, (int)$term_id);

    Ohne diese Typisierung kann WordPress intern durcheinanderkommen, weil nicht sauber geprüft wird, was tatsächlich in $term_id steckt.

    Fazit

    Mit diesen beiden Vorsichtsmaßnahmen — Terms immer als Array übergeben und IDs sauber typisieren — verhält sich wp_set_object_terms() so, wie man es erwarten würde.

    Dass WordPress an dieser Stelle so wenig prüft, ist allerdings bemerkenswert.


    Vielleicht ergibt sich irgendwann die Gelegenheit, auszuprobieren, was passiert, wenn man der Funktion bewusst „unsaubere“ Strings übergibt…