Glossar

Auf dieser Seite versuchen wir, Ihnen verschiedene Begrifflichkeiten aus der IT-Welt und insbesondere solche, die wir in unseren Seiten und Beiträgen verwenden, nochmal etwas konkreter zu erläutern. Natürlich beanspruchen wir mit unserem Glossar weder eine absolute Vollständigkeit noch können wir alle Einzelheiten detailliert darstellen. Es soll aber eine erste Anlaufstelle für das Verständnis dieser Begriffe bieten.

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

 

Content

Content ist das englische Wort für Inhalt. Als Content im Bereich von Webseiten bezeichnet man jede Art von Schrift, Bild, Bewegtbild oder Elemente, die in sonstiger Weise eine Webseite ausmachen und für Seitenbesucher zugänglich sind.


 
 

HSTS

HTTP Strict Transport Security wird seit etwa 2012 von google und anderen großen Webbrowseranbietern angeboten und weiterentwickelt. Im Prinzip kann man HSTS entweder über einen entsprechenden Header und/oder über eine von google geführte (kostenlose) Liste für die eigene Domain nutzen. Vorteil der Liste ist es, dass sie noch zuverlässiger die Domain ausschließlich über https ansteuert. Nachteil ist, dass bei einem abgelaufenen oder fehlerhaft installiertem SSL-Zertifikat die Webseite gar nicht mehr angesteuert werden kann. Insofern ist der separat über z.B. .htaccess-Dateien einsetzbare entsprechende Header dann auch mal kurzzeitig deaktiviert werden kann, um wenigstens erst mal wieder auf die Domain und damit ggf. auch auf Web-Administrations-Tools zugreifen zu können, um das SSL-Zertifikat wieder in Ordnung zu bringen. HSTS ist vor allem durch den Begriff des technischen SEO bekannt geworden.


 

http/2-Protokoll

Seit Mitte der 90er Jahre ist das HTTP/1.1 Protokoll üblich. Seither sind die an moderne Webseiten gestellten Ansprüche extrem gewachsen. Daher wurde mit der Modernisierung der Webstandards auch ein neues Protokoll eingeführt: http/2 (zwischenzeitlich unter anderem auch als SPDY von google benannt). Wesentliche Neuerungen dieses Protokolls sind u.a. die Möglichkeit, über Websockets eine bidirektionale Kommunikation zwischen Webbrowser und Server anbieten zu können. Auch werden über http/2 Daten, die noch zur Webseite gehören, aktiv vom Server direkt mitgeliefert. Im alten Verfahren stellte der Browser für jede Ressource eine neue HTTP-Anfrage (HTTP-Request) an den Server. Enthielt eine Webseite z.B. 30 Bilder, wurden für die Webseite mind. 31 Anfragen gestellt: 1 für die HTML-Datei und je eine für jedes Bild. Erfolgte die Kommunikation zusätzlich über HTTPS wurde für jede Anfrage zusätzlich entsprechend das Handshake-Verfahren für SSL-Verbindungen neu ausgelöst.

Daher hilft das neue Verfahren, Webseiten schneller auszuliefern und vermeidet für jede Ressource das erneute Auslösen aller sogenannten Header-Prozeduren, wie z.B. das SSL-Handshake-Verfahren. http/2 ist zudem eine Voraussetzung für HSTS und spielt eine größere Rolle bei der Umsetzung und Implementierung entsprechender technischer SEO-Verfahren.


 

Lastenheft

Als Lastenheft wird in der Informatik ein Dokument mit Informationen zu einem Softwareprojekt bezeichnet. Ziel des Lastenheftes ist es dabei, möglichst umfassend zu dokumentieren, welche Aufgaben die Software am Ende beherrschen können sollte. Also anders gesagt: Welche Lasten (von „Belastungen“) vom Auftraggeber gewünscht werden. Als sinnvoll hat sich zudem erwiesen, dem Lastenheft auch weitergehende Infos zur Umgebung einzufügen, also beispielsweise die Unternehmensgröße, eine Beschreibung der Abteilungen, die die Software nutzen können sollen und welche andere Software noch zum Einsatz kommt bzw. die konkrete Beschreibung, wie die Software sich in die Betriebslandschaft integrieren soll. Weitere Infos hierzu finden sich auch unter https://de.wikipedia.org/wiki/Lastenheft.


like

Likes gibt es meistens in Verbindung mit Facebook. Durch das „Daumen hoch“ Symbol signalisieren Nutzer anderen Nutzern, dass sie eine bestimmte Sache mögen (engl: to like = mögen). Theoretisch gibt es die gleiche Verfahrensweise auch auf anderen Seiten, bei google+ z.B. gibt man statt eines Likes eben ein „Plus“, was aber von der Intention her dasselbe ausdrückt.


Ladezeit

Die Ladezeit bezeichnet allgemein die Zeit, die ein Programm oder eine Webseite benötigt, um vollständig geladen worden zu sein. Bei einem Computerprogramm lässt sich diese Zeit mitunter schwer feststellen. Denn zwischen dem Zeitpunkt, an dem ein Programm vollständig geladen ist und der tatsächlichen Anzeige vergeht mitunter auch nochmal Zeit. Die Zeit, bis zu dem der Server alle Informationen einer Seite, wie den HTML-Code, evtl. nachzuladende Scripte und Stylesheets und auch alle Bilder erfolgreich an den Browser übertragen hat, ist die Ladezeit einer Webseite. Je kürzer diese Zeitspanne, desto eher kann eine Webseite auch vollständig dargestellt werden. Auch wenn zwischen dem Laden der Seite und der entsprechenden Darstellung im Browser auch nochmal Zeit vergeht.


 

Meta-Angaben

Die griechische Vorsilbe Meta im Zusammenhang mit Meta-Angaben bezeichnet zusätzliche Infos, die meistens in den sogenannten Kopf-Bereich (<head>, Header) einer Webseite geschrieben sind. Diese Angaben dienen dazu, vor allem Suchmaschinen erweiterte Hinweise über die Webseite zu geben, beispielsweise wer die Webseite gestaltet hat, eine Zusammenfassung des Inhalts, der wesentlichen Schlagworte (Keywords) und so weiter. Auch für Browser stehen manchmal Angaben im den sogenannten meta-tags, beispielsweise in der (heutzutage eher veralteten) Variante einer Refresh-Anweisung, mit der man den Browser zum Neuladen bzw. Weiterverweisen auf eine Webseite auffordert. Vorteil dieser Variante ist jedoch, dass sie ganz ohne Javascript und andere Hilfsmittel auskommt. Dadurch funktioniert eine solche Weiterleitung auch, wenn der Benutzer Javascript-Dateien deaktiviert oder systembedingt Javascript nicht ausgeführt wird. Sinnvoll kann also auch eine Variante sowohl mit Javascript-Weiterleitung und meta-refresh sein, um eine größtmögliche Funktionalität zu gewährleisten.

Meta-Keywords

Keywords – zu deutsch etwa Schlagwörter – sind einer der Meta-Angaben, die im Kopfbereich der Seite platziert werden können. Seit einiger Zeit gibt es eine Kontroverse darüber, ob diese Angabe für Google noch Relevanz besitzt oder nur Ballast im Sinne von größerem Datenvolumen, welches übertragen werden muss, darstellt. Die Schlagwörter sollten, falls sie gesetzt sind, die wichtigsten Schlagwörter der Webseite enthalten. Daneben bietet es sich an, ggf. auch Synonyme, evtl. Wortgruppen und je nach Analyse der Suchbegriffe auf z.B. Google ggf. auch Schreibweisen mit Rechtschreibfehlern aufzunehmen. 


 

Nerd

Ein Nerd bezeichnet ursprünglich einen „Sonderling“ aus dem Computerbereich. Heutzutage werden als Nerds vor allem die Menschen bezeichnet, die sich besonders gut mit Computern und deren Hard- und Software auskennen und womöglich den Großteil ihrer Zeit mit Computern verbringen. Weitere Infos finden sich auch unter https://de.wikipedia.org/wiki/Nerd.


 

Pflichtenheft

Das Pflichtenheft ist der Gegenspieler zum Lastenheft. Oftmals vom Auftragnehmer erstellt und Bezug nehmend auf das vorhergehende Lastenheft. Der Auftragnehmer stellt in dem Heft insbesondere dar, ob und wie die gewünschten Anforderungen umgesetzt werden können und sollen. Insbesondere enthält das Pflichtenheft meist auch konkrete Termine (im weitesten Sinne – manchmal ist der „Termin“ auch eine Art Zeitraum) bis zu dem ein Teil bzw. die gesamte Software einsatzfähig bereitgestellt werden soll. Sollte es im Nachhinein zu Zerwürfnissen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer kommen und ein Gerichtsverfahren notwendig sein, wird unter Mithilfe von Pflichten- und Lastenheft durch das Gericht versucht, herauszufinden, ob und in welchem Umfang eine Leistungsstörung aufgetreten sein könnte. Weitere Infos zu diesem Thema finden sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Pflichtenheft.


 

SEO

SEO steht für Search Engine Optimization oder auf deutsch Suchmaschinenoptimierung. Oftmals wird SEO auch in Verbindung mit SEA genannt, das auf deutsch für Suchmaschinenanalyse steht. Ziel dieser Disziplinen ist es, eine Webseite im Sinne von Suchmaschinen (google, bing u.ä.) so zu gestalten, dass eine möglichst gute Positionierung erreicht wird. Menschen, die sich mit dem Thema Suchmaschineniptimierung beruflich auseinandersetzen, nennen sich ebenfalls häufig SEO, wobei das O dann aber als Optimizer also „Optimierer“ genutzt wird. Stark in Verbindung zur sogenannten OnPage-Analyse und Optimierung (also all das, was man direkt online auf der Seite machen kann), steht noch der Begriff OffPage-Analyse (also all die Dinge, die man ausserhalb der Webseite für mehr Bekanntheit etc. tun kann).

Hilfreich bei allen unternommenen Aktionen ist es, sich vorab und auch nach Änderungen die Webseite und deren Struktur anzuschauen (=analysieren) um dann weitere Verbesserungen (=optimieren) vornehmen zu können. Einen Beitrag zur dazu leisten die Tools auf unserer Webseite. Da auch Texte und Bildmaterial zunehmend wichtig werden, kann eine gute Webseitenagentur auch schon viel in dem Bereich tun. Sprechen Sie eproi.eu gern auch dazu an, da beide Bereiche bearbeitet werden können.


share

Im Englischen bedeutet to share „teilen“. Der Begriff „sharen“ stammt dabei in der Internetbedeutung gar nicht von Facebook. Weit vor Facebook „teilte“ man über verschiedene – meist eher illigale – Dienste Inhalte. Dies konnten zwar auch „legale“ Inhalte sein, oftmals wurden die Dienste aber eher zum Verteilen von Software-Raubkopien und Musik genutzt. Auf Facebook ist das „sharen“ harmlos und erwünscht: Man kann damit die Inhalte seiner Facebook-Freunde teilen, also quasi weiterleiten. Auch andere Dienste nutzen die Funktion des „Teilens“. Bei Twitter beispielsweise teilt man, in dem man etwas „retweetet“.


SSL

SSL (zum Teil auch in der neueren Version TLS benannt) nutzt Mechanismen, um einerseits die Identität einer Domain bzw. Webseite zu verifizieren bzw. zu garantieren und andererseits die Kommunikation zwischen Webserver und Browser weitestgehend verschlüsselt durchzuführen. Kritikpunkte am SSL-Verfahren sind teilweise im Bereich des technischen (zu geringe Schlüsselstärke z.B.) aber auch in der Art und Weise, wie SSL-Zertifikate ausgestellt werden. So gibt es sogenannte selbstsignierte Zertifikate, die zwar ebenfalls die Kommunikation (sicher) verschlüsseln, aber eben nicht den Inhaber verifizieren. Daneben gibt es noch domainenvalidierte Zertifikate, die aber lediglich verifizieren, ob der Antragssteller Zugriff auf die Domain hat. Die beste „Garantie“ bieten inhaberverifizierte Zertifikate, die aber auch am teuersten sind. Für ein solches Zertifikat werden explizite Nachweise wie z.B. ein Handelsregisterauszug benötigt. Daher sind solche Zertifikate für Privatpersonen und kleinere Unternehmen i.d.R. schwer bis gar nicht zu erhalten. Auch dieser Punkt steht z.T. in der Kritik.

Seit einigen Jahren versucht google mit seinem Browser Chrome durchzusetzen, dass möglichst alle Webseiten ein gültiges SSL-Zertifikat aufweisen. Anfangs hieß es dabei, der Browser würde ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht über SSL laufende Seiten nicht mehr ausliefern, z.Zt. beschränkt sich google darauf je nach Validität des Zertifikats entsprechende Warnhinweise auszuliefern. SSL spielt zudem eine große Rolle bei der Benutzung des schnellen und daher für (technisches) SEO interessanten http/2-Protokolls.

 

Title-Attribut

Das Title-Attribut gehört zu den Attributen, die ein Link (<a>) einer Webseite haben kann und sollte. Zwar ist es in dem Sinne kein sichtbarer Inhalt, der sofort angezeigt wird. Allerdings blendet sich in den Browsern ein kleines Overlay ein, sobald jemand mit der Maus auf einen Link zeigt, diesen aber noch nicht anklickt. Zudem hilft ein Titel-Attribut auch Suchmaschinen besser zu erkennen, was den Webseitenbesucher nach einem Klick auf den betreffenden Link erwartet. Gerade in Momenten, wo der verlinkte Text vielleicht doch wieder nur aus dem Wort „hier“ besteht, zumindest eine kleine Chance, den Link, die Linkinformation und damit die „Spannung“ auf das, was hinter dem Link steckt, zu erhöhen.


TTFB

Die Abkürzung TTFB steht für time to first byte. Sie bezeichnet die Zeitspanne, die ein Server benötigt, um für eine angeforderte Webseite die ersten Informationen auf den Weg zurück zum Browser zu senden. Auch wenn mitunter umstritten ist, ob dies einen Einfluss auf Suchmaschinenergebnisse hat oder nicht, ist es sinnvoll, diese Zeit möglichst kurz zu halten. Schon allein, weil sie auch der erste kritische Punkt ist, um eine Webseite darstellen zu können. Beginnt die Übertragung der Webseitendaten wie HMTL und Co. nur sehr langsam, kann der Browser natürlich nur genauso langsam eine Webseite aufbauen. Und da Webseitenbesucher eher als ungeduldig gelten, bedeutet jede Verzögerung ein größeres Risiko, dass Webseitenbesucher vorzeitig abspringen.

Weitere Informationen

Sie vermissen ein Thema oder empfinden ein bestimmtes Schlagwort als zu wenig beschrieben?
Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

Share this Page